In der Beleuchtungsbranche wird so gut wie alles, was die Spannung transformiert als Trafo bezeichnet, doch richtigerweise müssen wir zwischen Schaltnetzteilen und Trafonetzteilen unterscheiden.

Doch was ist der Unterschied?

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die zwei Arten von Masse und Gewicht. Trafos sind schwere, wuchtige Typen die ihr Gewicht durch einen Ferrit- oder Eisenkern erhalten. Durch das Umwickeln eines Kupferleiters entsteht die sogenannte Trafospule die anhand er Windungszahl die Spannung transformiert.Die Frequenz dieser Transformatoren liegt bei 50 bzw. 60Hz.Die Schaltnetzteile bestehen großteils aus einer Platine mit vielen elektronischen Bauteilen. Die uns bekannten Gittertrafos oder Industrietrafos sind solche Schaltnetzteile. Diese wandeln die Netzspannung in eine hohe Frequenz um und verzichten somit auf die schweren Spulen um die Spannung zu transformieren.
[pull_quote_left]90% aller Transformatoren werden in China produziert – 25% den Weltmarktvolumens werden in China abgesetzt[/pull_quote_left]

Warum gibt es überhaupt Schaltnetzteile?

Der Hauptgrund warum solche Netzteile auf dem Markt verfügbar sind, ist die Bauform und das Gewicht von Netzteilen zu reduzieren. Dies geschieht, wie schon beschrieben über die Frequenz.
Als Beispiel wenn 400W transformiert werden sollen:
Bei 50Hz hätte der Eisenkern ein Gewicht von 2,5kg,
bei 125Hz dagen nur 0,047kg

Wichtige Merkmale von Trafonetzteilen:

verbreitete Bauform von Trafonetzteilen
verbreitete Bauform von Trafonetzteilen
  • Großes Volumen und höheres Gewicht
  • Kleiner Wirkungsgrad ( Wärmeentwicklung durch Spule)
  • teurer in der Anschaffung
  • Bei schlechter Wicklung der Spule oder lockerer Wicklungsbleche kann ein Brummen entstehen
  • Lastverhalten: induktiv
  • Leistungsverlust aufgrund der Wicklung, Ummagnetisierung und Wirbelströme
  • schlechter Wirkungsgrad (zwischen 50 und 80%)
  • Kurzzeitig extrem überlastbar
  • Ringkerntrafos haben einen höheren Wirkungsgrad

Wichtige Merkmale von Schaltnetzteilen:

Gittertrafo
Gittertrafo
  • Hochfrequente Störspannung ( durch schnelle Strom und Spannungsänderung)
  • hoher Wirkungsgrad ( meist über 90%)
  • kompaktere und leichtere Bauform
  • Ausgangsspannung wird mit Drossel und Kondensator gefiltert für eine glatte Gleichspannung
  • Die Schalt-Frequenz wird über den hörbaren Bereich gelegt -> 150kHz
  • um Störungen zu verringern werden Entstördrosseln eingesetzt.
  • Gleichrichter erzeugt Oberwellen primär Seite
  • Variable Netzeingangsspannung ( 85-255V)
  • Geringer Verbrauch im Standby
  • günstiger in der Anschaffung
  • höhere Ausfallrate wegen vielen Bauteilen
  • Probleme bei wenig Last ( Schwingungen)
  • Lastverhalten: kapazativ

[pull_quote_center]Ein Ferritkern über die Anschlußleitung bei Schaltnetzteilen hilft gegen hohe Frequenzen im UKW-Bereich[/pull_quote_center]

driver

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here