Ein Bericht von Andre:

Da will man mal auf LED Technik umsteigen und um das Ganze erstmal ausgibig zu testen, holt man sich die billigsten Lampen mit der größten Leistung nachhause. Logisch! Was man wieder daraus lernt, ist das einem der Geiz irgendwann einmal das Leben kostet.

andre1Was war passiert?

Ich hatte mir wie oben beschrieben 10mal 3x3Watt GU10 LED-Lampen bestellt. Als diese ankamen direkt in die Leuchte geschraubt und alles schien mir perfekt. Gute Lichtausbeute bei grade mal 45Watt. Im Vergleich zu vorher, mit den herkömmlichen Leuchtmitteln, lag der Verbrauch bei 250Watt.
Allerdings ging bereits nach einer Woche die erste Lampe kaputt. Nach einer weiteren Woche die nächste. Die Lampen hatten gerade mal eine Betriebsdauer von 20-30 Std., was dementsprechend ärgerlich war.

andre2Und warum Lebensgefährlich?

Vergangenen Abend saß ich an meinem PC und schaltete das Licht wieder ein, da ich die defekte Lampe erst am nächsten Morgen auswechseln wollte. Bis mir auf einmal von oben etwas entgegen kam. Ich guckte nach oben und da lächelten mich die kompletten Innereien der Lampe an. Die andere Hälfte war runtergefallen. Natürlich sofort die Stromzufuhr gestoppt und die Lampe raus geschraubt. Allein beim schrauben habe ich mir die Finger fast Verbrannt. Enorm heiß geworden das gute Stück :). Gut das mir das Ding nicht die Bude abgefackelt hat. Komplett weggeschmolzen!

andre3Qualität=0

Schlussendlich überwog die Neugier dem Ärger und ich wollte mir die Lampen mal genauer angucken. Da die Komponenten der LED-Lampe lediglich miteinander verschraubt waren, lies sie sich einfach auseinanderbauen. Es dauerte nur einen Bruchteil einer Sekunde und mir wurde sofort bewusst warum die Lampen ihren Dienst versagten.
Für die 5 Euro pro Lampe sollte ich auch die entsprechende Qualität bekommen. Nämlich gar keine! Die Lötstellen sahen katastrophal aus. Und der Fehler war sofort erkennbar. Es waren weder die Elektronik noch die kleinen High-Power-Leds defekt. Es hatte sich lediglich durch die Wärme die Lötstelle für die Masse gelöst.
Gut das ließ sich zum Glück einfach reparieren. Kurzerhand die Lötstation ausgepackt und das kleine stück Leitung wieder richtig angelötet. Und „oh Wunder“ die Lampe funktionierte wieder wie vorher.

Mein Fazit:

Geiz ist geil, kann aber auch tödlich enden. Und Produkte aus China die zu Spottpreisen angeboten werden, haben grundsätzlich auch die entsprechende Qualität. Da nützt einem auch CE, RoHS… und die ganzen anderen Qualitäts-Sigel nix, wenn einem die Lampe unterm Hintern bzw. überm Kopf wegschmilzt.
Die Nächsten Lampen die ich kaufen werde, werden dann wieder welche von namhafteren Herstellern sein. Wobei die auch aus China kommen und mit 20-40€ PRO LED-Lampe ziemlich teuer sind.

Danke an Andre für die zur Verfügungstellung der Bilder
andre5

1 KOMMENTAR

  1. Die Abstände der Platine zum Metallgehäuse sehen gefährlich klein aus. Was ist denn da für eine Vorschaltelektronik drin? In solchen Strahlern sind es häufig Kondensatornetzteile, und bei denen gibt es keine Potentialtrennung. Zudem ist es reiner Zufall, auf welchen der Kontakte die Phase liegt. Siehe dazu:
    https://www.youtube.com/watch?v=keaE7QTKTYE

    Auch wenn ein Schaltnetzteil drin ist, würde ich mich bei der Qualität der häufig verwendeten Trafos nicht sicher vor Stromschlägen fühlen.

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