Oft werden LED-Leuchtmittel als defekt reklamiert und dann auch meist anstandslos auf Garantie ausgetauscht, obwohl gar nicht klar ist warum dieser Defekt entstanden ist. Wir haben durch eine Recherche erfahren, welcher Grund oft nicht berücksichtigt wird …

Bei vielen Lampen, besonders bei Spot Lichtleisten mit Gläsern, findet man ein kleines Etikett dass anzeigt, dass in dieser Lampe keine „cool beam“ Leuchtmittel verwendet werden dürfen.

Position der "Anit-Cool-Beam" Kennzeichung
Position der „Anit-Cool-Beam“ Kennzeichung

„Cool Beam“ ist bei Halogenspots recht gängig, da dieser die Hitze großteils nach hinten über den Reflektor abgibt, anstatt nach vorne. Ein normaler Halogenspot gibt den Großteil der Hitze nach vorne ab. Dies ist meist gewünscht oder sogar vorgeschrieben, wenn bei Einbaustrahlern Glasscheiben oder leicht brennbare Dekorringe oder Ähnliches, vorgebaut wurde. Damit das Glas durch die Temperatur nicht kaputt werden kann, waren bei solchen Strahlern nur diese „cool beam“ Versionen erlaubt.

Ein LED-GU10 Leuchtmittel oder auch die MR16 Versionen, geben Ihre Temperatur ebenfalls nach hinten über die Kühlung ab. Somit entsteht ein Hitzestau und das Leuchtmittel wird immer heißer und heißer.

Was passiert wenn zu heiß?

  • Entweder schaffen die LED´s die Temperatur nicht mehr und werden schwächer, bzw. fallen aus
  • Die verwendeten Komponenten (z.B. Kondensator) werden zu heiß und quitieren ihren Dienst
  • oder es kann sogar soweit führen, dass sich das Lötzinn wieder verflüssigt und einzelne Bauteile oder Drähte sich von der Platine lösen.

Wollen solche Leuchten auf LED umgerüstet werden dann zuerst darauf achten ob eines dieser Etiketten angebracht wurde, oder überlegen ob durch die Bauart der Lampe eventuell ein Hitzestau entstehen könnte.

keinled

 

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